Sachverständigenbüro für Anlagentechnik und Gewässerschutz

Prüfung von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (VAwS)
Beratung im Genehmigungsverfahren nach BImSchG
Zertifizierung von WHG-Fachbetrieben
Bodengutachten zu Umweltschäden und Altlastverdachtsflächen

Am Gulloh 27, D-44339 Dortmund
Tel. 0231-4277966, Mobil 0175-1676311, Fax 0231-4277967, Mail mk@dr-krutz.de


Häufig gestellte Fragen von WHG-Fachbetrieben


Brauchen Heizungsfirmen eine Zulassung als WHG-Fachbetrieb?

Für Tätigkeiten am Brenner der Ölheizung wird keine WHG-Fachbetriebszulassung (ehemals "Fachbetrieb nach § 19 l WHG") benötigt, wohl aber an der Öltankanlage und deren Sicherheitseinrichtungen (z.B. Grenzwertgeber, Lecküberwachung). Alle Tätigkeiten an Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen, die unmittelbare Bedeutung für die Sicherheit der Anlagen haben, sind fachbetriebspflichtig. Ausnahmen von der Fachbetriebspflicht sind in der VAwS näher bestimmt.

Welche Voraussetzungen sind für den Abschluss eines Fachbetriebs-Überwachungsvertrags zu beachten?

Es gibt zunächst betriebliche Voraussetzungen. Der Betrieb muss gewerbsmäßig oder im Rahmen wirtschaftlicher Unternehmen oder öffentlicher Einrichtungen fachbetriebspflichtige Tätigkeiten gemäß § 19 l WHG ausführen. Der Betrieb muss einen betrieblich Verantwortlichen benennen, der Weisungsbefugnis hat. Der betrieblich Verantwortliche muss u.a. die erforderlichen Arbeitsanweisungen erstellen. Der Betrieb muss die für die Fachbetriebstätigkeiten notwendigen Geräte, Hilfsmittel und Prüfeinrichtungen haben. Dies prüft die VAwS-Sachverständigenorgansation als Voraussetzung des abzuschliessenden Überwachungsvertrags.
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Welche Qualifikation muss der betrieblich Verantwortliche haben?

Ausreichende technische Kenntnisse sind unabdingbar. Als Nachweis gilt eine Meisterprüfung in einem artverwandten Handwerk oder Ingenieurdiplom in einem artverwandten Fachgebiet oder eine andere gleichwertige Ausbildung. Der betrieblich Verantwortliche muss über eine mindestens zweijährige Praxis in dem Tätigkeitsgebiet des Fachbetriebs verfügen. Er muss allgemeine und grundlegende Kenntnisse auf dem Gebiet des Wasserrechts haben (Gewässerschutzrecht, Technische Regelwerke). Fachkenntnisse über die Gewässerschutzrelevanz der betreffenden Anlagen und Tätigkeiten werden vorausgesetzt. Die Kenntnisse sind in einer Prüfung bei einer VAwS-Sachverständigenorganisation (z.B. SwS) nachzuweisen.
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Welche Aufzeichnungen muss ich als betrieblich Verantwortlicher führen?

Ein Betriebsbuch trägt dazu bei, die verantwortungsvolle Aufgabe des betrieblich Verantwortlichen zu organisieren. Denn in der Organisationsstruktur des Fachbetriebs muss festgelegt sein, dass der betrieblich Verantwortliche diejenigen Mitarbeiter, die fachbetriebspflichtige Tätigkeiten ausführen, regelmäßig zu unterweisen und zu kontrollieren hat. Der Prüfer der VAwS-Sachverständigenorganisation fragt nach den schriftlichen Nachweisen, dass die vorgeschriebenen sicherheits- und arbeitstechnischen Unterweisungen (Belehrungen) der Mitarbeiter einmal jährlich durchgeführt worden sind, sowie nach den Fortbildungsnachweisen des betrieblich Verantwortlichen.
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